rund um Chile
deutsch
09/06/2006
Also ich habe Bariloche, Argentinien, am 31. Mai verlassen und zog richtung Chile. Ueber Puerto Montt bin ich nach Chiloé gekommen. Chiloé ist eine "kleine" Insel im Sueden von Chile. Ich glaube, wenn ueberall auf der Welt Krieg herrschen wuerde, waere hier immer noch alles in Ordnung. Einfach eine Welt fuer sich. Die Bewohner sind Selbstversorger, sie bauen fast alles selber auf der Insel an.
Als ich in Ancud, Chiloés Haubtstadt, ankam, regnete es in stroemen. Am Busterminal war eine Frau, welche ihr Hostel verkaufen wollte. zum Glueck ging ich mit ihr mit, denn im Hostel lernte ich Marcus aus Californien kennen. Ich glaube, wir waren die einzigen Touris auf der ganzen Insel. Im Hostel waren noch zwei Chilener, welche auf Landsuche waren. Ihre Reise von Santiago nach Chiloé konnten sie sich mit dem Verkauf von Kleidern finanzieren...
mit Marcus bin ich dann am naechsten Tag rund um Ancud gezogen. Das Wetter haette nicht besser sein koennen. am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus nach Castro, in der Mitte der Insel. von dort aus haben wir am naechsten Tag einen ausflug auf die Isla Quinchao gemacht, am Strand von Achao haben wir unweit von ein paar Seeloewen gepicknickt, einfach herrlich! Abends haben wir uns mit einem Freund von Marcus zum Abendessen getroffen. Dieser arbeitet als Bus-conducteur. Ich hatte dann das Glueck, dass er am naechsten Tag von Castro nach Osorno fuhr und ich konnte gratis mitfahren. es ist immer gut, leute zu kennen...
Von Osorno ging es dann weiter nach Pucon. in Pucon angekommen, regnete es wieder in Stroemen und das war noch fuer die ganze Woche so vorgesehen. Eigentlich wollte ich den Vulkan Villarrica besteigen, aber eben die Prognosen waren zu schlecht. so habe ich dann am naechsten Abend den Bus nach Santiago genommen und bin gleich weiter nach Valparaíso, wo ich am Montag um 8 Uhr morgens ankam.
Valparaíso ist eine ganz eigene Stadt. Die vielfarbigen Haeuser, meistens aus Wellblech gebaut, verteilen sich ueber div. Huegel. 15 "Ascensor" (Zahnradbahn) fuehren von einer zur anderen Ebene. Von div. Aussichtspunkten kann man ueber die ganze Stadt und deren Hafen schauen. Der beruehmte Poet Pablo Neruda hatte einen grossen Einfluss auf die Architektur und Farben der Stadt.
Leider hat es die ersten 4 Tage nur geregnet und da ich die einzige Touristin im Hostel war, war es etwas langweilig. am 2. Tag kam dann noch ein Chilen dazu und 2 Franco-Canadier. meine Stimmung hob sich somit etwas. mit dem Chilenen habe ich mich recht gut verstanden (wortwoertlich, denn seit ich in Chile war, hatte ich das Gefuehl, niemand wuerde mich verstehen. Sie schauten einem immer nur mit grossen Augen an...) und wir sind dann etwas durch die Haeuser gezogen. Am Freitag war dann endlich schoenes Wetter und man konnte endlich wieder mal etwas Sonne tanken.
Posted by chrisarosa 3:33 PM Archived in Chile Comments (0)